Andalusien 2011 Teil 3: Alhambra


Hier nun kommt der dritte und letzte Teil meiner Urlaubszeit in Andalusien. Wenn ihr jemals in die Nähe von Granada kommt, dann besichtigt unbedingt die Alhambra. Sie gehört zum Weltkulturerbe und ist eines der schönsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst. Aber auch wenn Geschichte und Architektur einen gar nicht interessieren, so ist ein Gang durch die weitläufige Anlage mit ihren Gärten und Wasserflächen lohnenswert. Einfach wie aus einem Märchen.

The Alhambra is a Monumental Ensemble of Historical-Artistic Monuments created over more than six hundred years by cultures as different as The Muslim, the Renaissance or the Romantic culture. The view of the Gardens of the Alhambra, the sound of the wind blowing through the trees together with the sounds of the water, isolate us from the surrounding noise; and our visit becomes an unforgettable experience”

Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen…

Karten sollte man unbedingt im Internet vorbestellen, wenn man sich das nervenaufreibende Warten am Morgen in der endlosen Schlange für die wenigen Tagestickets schenken möchte. http://www.alhambra-patronato.es

Nicht, dass wir das gemacht hätten. Nein, natürlich nicht. Wir stehen lieber 5 Uhr früh auf, fahren nach Granada und stehen dann vor Kälte bibbernd (die Sonne schlief noch) in einer endlosen Reihe von Menschen aller Nationalitäten. Um festzustellen, dass man mit Kreditkarte und zugehöriger PIN eher zu einer Karte kommt. PIN war aber auch nicht. Also weiter bibbern (mittlerweile vor Panik wegen des geringen Kartenkontingentes von knapp 400) und hoffen. Netterweise gibt es auch regelmäßige Durchsagen, wie viele Karten denn noch verfügbar sind. Das hilft ungemeint, die Erwartung hoch zu halten. Wir hatten Glück und waren unter den letzten 10 Leuten, die noch Karten bekamen.

Der Palast Karls V. sticht etwas aus der Architektur des Geländes heraus. Er wurde nachträglich eingebaut und wie auch schon in Cordoba mussten Teile der Originalbebauung dafür weichen. Von außen ein recht unspektakulärer viereckiger Renaissancebau entdeckt man im Inneren einen kreisrunden Patio, dessen Akustik phantastisch ist. Auch die zweistöckige Säulengalerie ist wunderschön.

Die Hauptattraktion der Alhambra sind natürlich die Nasridenpaläste. Die Wände sind mit Arabesken und arabischen Schriftzügen aus Stuck versehen, wunderschöne Kuppeln wirken wie mit Zuckerguß verziert.

Hauptkomplex ist der Alcázar mit dem Thronsaal im Comares-Turm und dem Löwenhof. Hier befindet sich eines der berühmtesten Stücke der Alhambra: Dort steht ein von zwölf steinernen Löwen getragener Springbrunnen, der dem Ambiente den Namen Patio de los leones gegeben hat. Am Rand des Brunnens ist ein Spruch des Dichters Ibn Zamrak zu lesen: Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht.” Der Löwenhof wird allerdings zur Zeit restauriert, die Löwen können einzeln in einem anderen Raum besichtigt werden.

Immer wieder hat man wunderschöne Ausblicke durch die verzierten Fenster auf begrünte Innenhöfe mit Wasserfontainen, ein wirklich magischer Ort. Wie viel fantastischer muss er erst zu Zeiten von Washington Irving gewesen sein, der daraufhin sein berühmtes Buch Erzählungen von der Alhambra schrieb.

Wunderschön zum Entspannen sind auch die umliegenden Gärten, welche immer wieder mit Wasserbecken und Bänken zum Verweilen einladen. Überhaupt spielt das Thema Wasser eine große Rolle in der damaligen Architektur. Überall in den Gebäuden sind kleine Nischen verteilt, in denen früher Wasserbehälter standen, es gibt kleine Wasserläufe und in den Wasserbecken spiegeln sich die Häuserfronten.

Genauso beeindruckend war auch die Vielfalt der Vegetation. Überall blühte es und auch Gewürze waren reichlich vorhanden auf den Beeten. Hohe Hecken schirmen die einzelnen Bereiche voneinander ab und verleihen den Gärten etwas Intimes.

Natürlich schafft man das ganze Gelände nicht in der knappen Zeit, wenn man Karten für den Nachmittag bekommen hat. Im Herbst und Winter schließt die Alhambra nämlich bereits um 18 Uhr. Uns hat es jedenfalls so begeistert, dass wir spontan ein verlängertes Wochenende im Dezember gebucht haben. Dann mit vorbestellten Karten, ganz viel Zeit, einer Führung zum Thema Wasser, bei der wir auch die Bäder besichtigen können und einer Nachtführung durch die Nasridenpaläste. Bleibt also dran.

This entry was published on 30. Oktober 2011 at 19:10. It’s filed under Allgemein, Life, Orte, Reisen and tagged , , , . Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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