Andalusien 2011 Teil 2: Córdoba


Córdoba ist die Hauptstadt der Provinz Córdoba in Spanien und die drittgrößte Stadt Andalusiens. Sie gilt als eine der touristischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Seit 1984 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Grund genug für uns, einen Tagesausflug in diese wunderschöne Stadt zu machen.

Natürlich schafft man es in den paar Stunden nicht wirklich, alles Sehenswerte zu erlaufen. Wir wollten aber unbedingt die berühmte und wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Cordobas, die Mezquita sehen, eine ehemalige Moschee, die christianisiert wurde. Unglücklicher Weise waren wir an einem Sonntag angereist, an dem die Moschee erst 14 Uhr öffnet. Um die freie Zeit bis dahin gut zu nutzen stärkten wir uns in einem der unzählichen Restaurants und Tapasbars und nahmen dann eine Kutsche für eine Fahrt durch die Gassen der Innenstadt.

In der Juderia, der Altstadt, in der früher Juden und Araber lebten, führt jeder Besuch unweigerlich in die Calleja de las Flores – die Blumengasse. Sie endet auf einem hübschen kleinen Platz mit einem Springbrunnen, ein idealer Platz zum Ausruhen. Wenn da nicht die unaufhörlich strömenden Touristengruppen wären, die in allen Sprachen dieser Welt das Gleiche erzählen.

Die Mezquita de Cordoba ist heute 179 m lang und 134 m breit. Sie bedeckt eine Grundfläche von mehr als 23.000 m² und ist damit einer der größten Sakralbauten der Erde. Die Gebetshalle nimmt knapp zwei Drittel der Fläche ein. Das beeindruckendste Merkmal der Gebetshalle sind die übereinanderliegenden Hufeisenbögen, die auf 856 Säulen aus Jaspis, Onyx, Marmor und Granit ruhen.

Im 16. Jahrhundert wurden im mittleren Teil die Säulen entfernt, um Platz für ein Kirchengebäude zu schaffen. Es wirkt schon sehr skurril, wenn man durch die im Halbdunkel liegende Gebetshalle wandelt und plötzlich in einer prunkvollen Kirche steht. Keine architektonische Glanzleistung… Es wird erzählt, als Karl V. das Ergebnis sah, soll er gesagt haben: „Ich wusste nicht, um was es sich hier handelte. Denn wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht erlaubt, dass man Hand an das alte Gebäude legt. Ihr habt getan, was möglich war, etwas erbaut, was es andernorts schon gibt, und dafür habt ihr etwas zerstört, was einmalig in der Welt war“. Dem kann man nur zustimmen.

Cordoba hat natürlich noch viel mehr zu bieten, mehrere Paläste mit Gärten, eine alte Synagoge, Museen und man kann stundenlang durch die engen weißen Gassen der Altstadt spazieren, um einen Blick auf die wunderschönen Innenhöfe zu erlangen.

Im letzten Artikel dieser Reihe seht ihr dann Eindrücke von der berühmte Alhambra in Granada. Wie immer: Dran bleiben!

Dieser Beitrag wurde am 30. Oktober 2011 um 12:46 veröffentlicht. Er wurde unter Allgemein, Life, Orte, Reisen abgelegt und ist mit , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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